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Tipps nach zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen in unserer Praxis

In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Informationen zusammen und erklären Ihnen, wie Sie nach chirurgischen Eingriffen in unserer Praxis durch die Beachtung von gewissen Empfehlungen zu einem möglichst günstigen Heilungsverlauf beitragen können.

Auch wenn wir durch ein sorgfältiges und schonendes Vorgehen die Basis für eine möglichst komplikationsarme Heilung legen, lässt sich nicht immer vermeiden, dass Sie nach einem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff von gewissen Unannehmlichkeiten betroffen sein können.

Allgemeine Hinweise

Eine Wunde ist empfindlich. Vermeiden Sie deshalb an den Lippen zu ziehen, das Kauen von Speisen im Wundgebiet und reinigen Sie nicht mechanisch mit Bürsten oder anderen Hilfsmitteln, bis wir Ihnen das wieder ausdrücklich erlauben.
Um die fehlende mechanische Reinigung auszugleichen, haben wir Ihnen eine Spüllösung abgegeben. Bitte befolgen Sie unsere Empfehlung, am Tag des Eingriffes diese Lösung noch nicht anzuwenden.
Spülen Sie in den ersten Tagen nicht stark, sondern verteilen Sie die Spülflüssigkeit lediglich durch Bewegungen des Kopfes. Sie schonen damit das wichtige Blutgerinnsel, welches für die Wundheilung von grosser Bedeutung ist.

Aufbisstupfer und nachträgliche Blutungen

Wenn wir Ihnen einen Aufbisstupfer empfohlen haben, können Sie diesen nach ca. 30 Minuten entfernen.

Sollte eine Nachblutung auftreten (deutlich mehr als nur roter Speichel) hilft meist ein erneutes Beissen von 30 bis 45 Minuten auf einen frischen Tupfer (oder ein zusammengerolltes Stofftaschentuch), um diese zu stoppen.

Wann und was darf ich essen und trinken? Darf ich rauchen?

Solange die Betäubung noch wirkt, sollten Sie nicht kauen, da die Gefahr besteht, dass Sie sich selbst verletzen. Abgesehen von der Einschränkung, Speisen im Wundgebiet zu kauen, gibt es keine Einschränkungen bezüglich Nahrungsmitteln und Getränken.
Neben anderen Risiken hat das Tabakrauchen auch auf die Wundheilung einen negativen Einfluss. Reduzieren Sie das Rauchen so stark, wie es Ihnen möglich ist.

Medikamente

Bei der Abgabe von Medikamenten informieren wie Sie, wie diese anzuwenden sind. Eine Zusammenfassung dieser Informationen finden Sie auf der Etikette, welche wir auf der jeweiligen Medikamentenverpackung aufgeklebt haben.

Darf ich Sport betreiben?

Leichte Bewegung wie z.B. Spaziergänge sind in fast allen Fällen von Anfang an möglich. Bei grösseren Eingriffen sollte jedoch in den ersten Tagen ein starkes Ansteigen des Blutdruckes vermieden werden, da dies zu grösseren Schwellungen oder Nachblutungen führen kann.
Frische Wunden sind empfindlich und in seltenen Fällen kann der Unterkieferknochen über eine gewisse Zeit geschwächt sein. Wenn Sie intensiv Sport oder Kontaktsportarten betreiben, sollten Sie mit Ihrer Behandlerin/Ihrem Behandler besprechen, welches Verhalten in Ihrer Situation angezeigt ist.

Hilfreiche Massnahmen

Bei grösseren Eingriffen kann es hilfreich sein, den Bereich der Wunde zu kühlen. Benutzen Sie bei gefrorenen Gelpackungen immer ein Tuch oder die dazugehörende Schutzhülle, um die Haut zu schützen. Kühlen Sie für maximal 10 Minuten und legen Sie zwischen den Anwendungen Pausen von 1 bis 2 Stunden ein.

Wann soll ich mich melden?

Leichte Schmerzen, welche mit Medikamenten gelindert werden können, eine moderate Schwellung, ein allfälliger Bluterguss, leichte Temperatur bis 38.5°C, leichtes Schluckweh und eine Einschränkung der Mundöffnung sind Begleiterscheinungen einer normalen Wundheilung

Heilung geht mit Entzündungsprozessen einher, welche für die Schwellungen, Rötungen und Schmerzen verantwortlich sind. Diese Prozesse werden in den ersten Tagen aktiviert und erreichen ihren Höhepunkt um den dritten Tag. Deshalb ist es normal, wenn die Beschwerden in den ersten Tagen zunehmen.

Dass Ihr Speichel auch in den ersten Tagen nach dem Eingriff rot ist, sollte Sie nicht weiter beunruhigen, denn schon wenig Blut verfärbt diesen rot.

Bei anhaltenden Blutungen, starken Schmerzen (welche nicht auf Schmerzmittel ansprechen), starker Schwellung, Gefühlsverlust nach Wirkungsende der Betäubung, Eiter, Fieber über 38.5°C und Unverträglichkeit der abgegebenen Medikamente, sollten Sie sich bei uns melden.
Gut zu wissen: Auf Ihrer Medikamentenverpackung finden Sie eine Telefonnummer, über welche Sie Dr. Christian Bühler auch ausserhalb der Praxisöffnungszeiten erreichen können.